Projektcontrolling in projektbasierten Organisationen - PSB
Projektbasierte Geschäftsmodelle folgen anderen Logiken als klassische Linienorganisationen.
Umsatz, Kosten, Cashflow und Risiko entstehen nicht entlang von Kostenstellen – sondern entlang von Projekten.
Dennoch werden Steuerungsmechanismen häufig aus der Linienlogik übernommen.
Das führt zu Intransparenz und Fehlsteuerung.
Warum klassische Kostenstellenlogiken nicht greifen
In projektbasierten Organisationen entstehen typische Herausforderungen:
Kosten werden periodisch statt projektbezogen bewertet
Forecasts berücksichtigen Projektfortschritt nicht konsistent
Cash-Wirkungen bleiben isoliert betrachtet
Risiken werden qualitativ, aber nicht steuerungsrelevant erfasst
Die Folge: Finance liefert Zahlen – aber keine Steuerungslogik.
Projekt als zentrale Steuerungseinheit
Wirksames Projektcontrolling bedeutet:
Integration von Kosten-, Fortschritts- und Cash-Logik
konsistente Forecast-Modelle
klare Trennung zwischen Projektsteuerung und Liniencontrolling
transparente Abweichungs- und Wirkungsanalysen
Das Projekt wird zur zentralen wirtschaftlichen Einheit – nicht die Kostenstelle.
Rollen sauber definieren
In projektbasierten Organisationen ist entscheidend:
Projektleitung steuert operativ
Finance sichert wirtschaftliche Transparenz
PMO strukturiert Methodik und Governance
Management trifft aufbereitete Entscheidungen
Unklare Rollendefinitionen führen zu doppelten Strukturen oder Steuerungslücken.
Steuerungslogik statt Zahlenaggregation
Projektcontrolling wird wirksam, wenn:
Daten in Entscheidungslogiken übersetzt werden
Forecast-Abweichungen strukturiert analysiert werden
Risiken quantitativ eingebunden werden
Governance-Mechanismen konsistent greifen
Nicht die Menge der Zahlen entscheidet.
Sondern ihre Struktur.

